Wie macht man den perfekten Martini? – Der ultimative Guide für Martini-Liebhaber

Der Martini ist nicht nur ein Cocktail, er ist eine Legende. In unzähligen Filmen und Büchern verewigt, wird dieser elegante Drink mit Raffinesse und Stil assoziiert. Doch wie macht man den perfekten Martini? Wenn du diesen Artikel liest, möchtest du sicherlich mehr über die Kunst der Martini-Zubereitung erfahren und vielleicht sogar dein eigenes Rezept perfektionieren. Hier erfährst du alles, was du wissen musst, um den perfekten Martini zu mixen – von den grundlegenden Zutaten bis hin zu den kleinen Details, die den Unterschied ausmachen.

Was ist ein Martini?

Der Martini ist ein klassischer Cocktail, der in den späten 1800er Jahren entstanden ist. Traditionell besteht er aus Gin und trockenem Wermut, wird eiskalt serviert und oft mit einer Olive oder einer Zitronenschale garniert. Die klassische Zubereitung hat sich im Laufe der Jahre kaum verändert, doch es gibt unzählige Variationen, die es zu entdecken gilt.

Die Basiszutaten – Gin und Wermut

Um einen perfekten Martini zu mixen, benötigst du zwei Hauptzutaten: Gin und Wermut. Aber nicht irgendeinen Gin und Wermut, sondern die besten, die du finden kannst. Die Qualität dieser beiden Komponenten beeinflusst den Geschmack deines Cocktails maßgeblich.

Gin: Die Wahl des Gins ist entscheidend. Klassischerweise wird ein London Dry Gin verwendet, der für seine trockene und aromatische Note bekannt ist. Marken wie Tanqueray, Beefeater oder Bombay Sapphire sind ausgezeichnete Optionen. Wenn du experimentierfreudig bist, kannst du auch auf neue, handwerklich hergestellte Gins zurückgreifen, die oft komplexe Aromen bieten.

Wermut: Ein trockener Wermut (Dry Vermouth) ist unerlässlich für einen klassischen Martini. Noilly Prat und Dolin sind zwei Marken, die in vielen Bars auf der ganzen Welt verwendet werden. Achte darauf, dass dein Wermut frisch ist, denn ein alter, oxidierter Wermut kann den Geschmack deines Martinis ruinieren.

Das perfekte Verhältnis

Das Verhältnis von Gin zu Wermut ist eine Frage des persönlichen Geschmacks und hat im Laufe der Jahre viele Diskussionen ausgelöst. Klassischerweise wird ein Martini mit einem Verhältnis von 2:1 oder 3:1 (Gin zu Wermut) gemixt. Das bedeutet, auf zwei Teile Gin kommt ein Teil Wermut. Manche Martini-Puristen bevorzugen jedoch ein Verhältnis von 5:1 oder sogar 10:1, um den Gin mehr in den Vordergrund zu rücken.

Wenn du zum ersten Mal einen Martini mixst, empfehlen wir dir, mit einem 3:1-Verhältnis zu beginnen und dich dann nach deinem Geschmack anzupassen.

Gerührt oder geschüttelt?

„Geschüttelt, nicht gerührt“ – ein Satz, der durch James Bond weltberühmt wurde. Doch ist das wirklich die beste Methode für einen Martini? Traditionell wird ein Martini gerührt und nicht geschüttelt. Das sanfte Rühren in einem Mixglas mit Eis sorgt dafür, dass der Drink gekühlt wird, ohne zu verwässern. Beim Schütteln hingegen gelangt mehr Luft in den Cocktail, was zu einer leicht trüben Optik führt und den Martini auch schneller verwässert.

Wenn du einen klaren, eleganten Martini bevorzugst, empfehlen wir, ihn zu rühren. Wenn du hingegen einen etwas „leichteren“ Martini mit einer anderen Textur bevorzugst, dann kannst du ihn gerne schütteln.

Das richtige Glas

Ein Martini wird in einem speziellen Glas serviert – dem sogenannten Martiniglas. Es ist elegant, stilvoll und sorgt dafür, dass sich die Aromen des Cocktails optimal entfalten können. Das Glas sollte vor dem Servieren unbedingt gekühlt sein. Ein einfacher Trick: Stelle das Glas für ein paar Minuten in den Gefrierschrank oder fülle es mit Eiswasser, während du den Martini zubereitest.

Die Garnitur – Olive oder Zitrone?

Die Wahl der Garnitur ist eine weitere Frage des persönlichen Geschmacks. Die traditionelle Garnitur für einen Martini ist eine grüne Olive. Sie bringt eine leichte Salznote in den Drink und sorgt für den klassischen Look. Eine andere beliebte Variante ist die Zitronenschale. Sie wird über den Drink gedreht, sodass die ätherischen Öle auf die Oberfläche gelangen, was dem Martini eine frische, zitrusartige Note verleiht.

Einige Liebhaber bevorzugen auch eine Cocktailzwiebel als Garnitur, was den Martini dann zu einem „Gibson“ macht – eine interessante und leicht süßliche Variante des klassischen Rezepts.

Die Zubereitung – Schritt für Schritt

Jetzt, wo du die Grundlagen kennst, gehen wir zur Zubereitung des perfekten Martinis über. Hier ist ein einfaches Rezept, dem du folgen kannst:

  1. Zutaten abmessen: Mische 60 ml Gin und 20 ml trockenen Wermut (für das 3:1-Verhältnis) in einem Mixglas.
  2. Eis hinzufügen: Fülle das Mixglas großzügig mit Eis. Je mehr Eis du verwendest, desto schneller kühlt der Martini ab, ohne zu viel zu verwässern.
  3. Rühren: Rühre die Mischung etwa 20-30 Sekunden lang mit einem Barlöffel. Achte darauf, dass sich der Drink gut vermischt und ausreichend gekühlt wird.
  4. Glas vorbereiten: Gieße das Eiswasser aus dem Martiniglas (falls du es gekühlt hast) und siebe den Martini in das Glas.
  5. Garnitur hinzufügen: Gib eine Olive oder einen Zitronenschalen-Twist in den Martini. Falls du die Zitronenschale verwendest, drücke sie leicht über dem Drink aus, um die ätherischen Öle freizusetzen.

Varianten des Martinis

Der klassische Martini ist unübertroffen, doch es gibt zahlreiche spannende Varianten, die du ausprobieren kannst. Hier sind einige der bekanntesten:

Dirty Martini: Für einen Dirty Martini fügst du dem klassischen Rezept einen Schuss Olivensaft hinzu. Der Drink erhält dadurch eine leicht salzige Note und eine trübere Farbe.

Dry Martini: Wenn du es wirklich trocken magst, reduziere die Menge des Wermuts oder lass ihn komplett weg. Manche trinken sogar einen „Bone-Dry Martini“, bei dem der Wermut nur einmal kurz über das Glas gegossen wird.

Vesper Martini: Berühmt geworden durch James Bond, besteht der Vesper Martini aus Gin, Wodka und einem speziellen, leicht bitteren Wermut namens Kina Lillet. Das Verhältnis lautet 3:1:0,5 (Gin: Wodka: Kina Lillet).

Gibson: Ersetze die Olive oder Zitrone durch eine Cocktailzwiebel, um einen Gibson zu kreieren. Der leicht süßliche Geschmack der Zwiebel harmoniert überraschend gut mit den anderen Zutaten.

French Martini: Eine fruchtige Variante des klassischen Martinis, der aus Wodka, Chambord und Ananassaft besteht. Dieser Martini ist süß und hat eine schöne rosa Farbe.

Häufige Fehler bei der Zubereitung eines Martinis

Selbst wenn du alle Zutaten und das richtige Equipment hast, gibt es einige häufige Fehler, die du vermeiden solltest, um den perfekten Martini zu mixen:

  • Zu viel Wermut: Ein häufiger Fehler ist die Verwendung von zu viel Wermut. Ein klassischer Martini sollte trocken sein, also achte darauf, das richtige Verhältnis zu verwenden.

  • Nicht genug Kälte: Der Martini sollte eiskalt serviert werden. Achte darauf, das Mixglas und das Martiniglas vorher zu kühlen und den Drink lange genug zu rühren.

  • Altes Eis: Verwende immer frisches Eis. Eis, das zu lange im Gefrierfach gelegen hat, kann einen abgestandenen Geschmack haben und den Drink verwässern.

  • Falsches Glas: Ein Martiniglas ist nicht nur eine stilistische Wahl, es sorgt auch dafür, dass sich die Aromen des Drinks optimal entfalten können. Verwende kein Cocktailglas, das zu klein oder zu groß ist.

Fazit: Der perfekte Martini – Eine Frage des Geschmacks

Den perfekten Martini zu mixen ist eine Kunstform, die mit Übung und Experimentieren perfektioniert wird. Ob du nun den klassischen Gin Martini bevorzugst oder eine der vielen Variationen ausprobieren möchtest, wichtig ist, dass du die besten Zutaten verwendest und dir Zeit nimmst, den Drink richtig zu mixen. Denke daran, dass der Martini ein Cocktail ist, der mit Stil und Eleganz serviert werden sollte – sei es bei einem Dinner, einer Party oder einfach einem entspannten Abend zu Hause.

Mit diesem Wissen und ein wenig Übung wirst du bald in der Lage sein, deinen eigenen perfekten Martini zu kreieren. Prost!